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SUMMARY:Tagung Leben pur - Körperlichkeit und Sexualität bei Menschen mit komplexer Behinderung
DESCRIPTION:Ein positives Verhältnis zum eigenen Körper und eine selbstbestimmt ausgelebte Sexualität sind für Menschen mit Komplexer Behinderung bis heute nicht selbstverständlich\, müssen es aber werden! \nSchon früh machen Kinder mit Komplexer Behinderung die schmerzliche Erfahrung\, dass ihr Körper nicht wie gewünscht funktioniert\, ein Rollstuhl oder eine Sitzschale zur Fortbewegung oder Schläuche zur Unterstützung (Atmung\, Ernährung) benötigt werden. Statt eines positiven Körpergefühls wird der Körper als schmerzvoll und negativ erfahren.\nHinzu kommen die Erfahrungen der Umwelt\, dass der Körper „verbessert“\, „korrigiert“ und „unterstützt“ werden muss\, damit er funktioniert. Zahlreiche pflegerische\, therapeutische und medizinische Eingriffe führen zu einer Entfremdung vom eigenen Körper. Außerdem wird durch die permanent erforderliche Unterstützung bei der Körperpflege der Intimbereich zu einem „öffentlichen Körperteil“. \nDie starke Abhängigkeit von Dritten und die oft mangelnde Willensbekundung bergen das Risiko von (sexuellen) Übergriffen in sich. Körperliche und psychische Unversehrtheit bedarf der Möglichkeit\, sexuelle Bedürfnisse ausleben zu können\, und eines Schutzes vor sexueller Gewalt.\nDie Tagung präsentiert Ihnen in kurzweiligen Vorträgen\, interaktiven Workshops und inspirierenden Netzwerken vielfältige Strategien\, auf die körperlichen und sexuellen Bedürfnisse der Zielgruppe einzugehen. Das Thema Sexualität ist hiermit eng verbunden und muss aus der immer noch existenten Tabuzone herausgeholt werden. \nIn der Auseinandersetzung mit Körperlichkeit und Sexualität sollen die folgenden Fragen in den Blick genommen werden: \n\nWelche Angebote gibt es\, um Körperlichkeit positiv zu erleben und als Mensch mit Komplexer Behinderung im Einklang mit dem eigenen Körper leben zu können?\nWie kann es uns gelingen\, dass unsere Zielgruppe den Körper als ein Geschenk\, etwas Lustvolles und Wunderbares erlebt?\nWie reagieren wir auf die Zeichen sexueller Regungen? Sind wir abweisend\, überfordert oder hocherfreut? Wie können wir ein lustvolles Erleben ermöglichen?\nWelche Möglichkeiten der Sexualassistenz gibt es inzwischen und was müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen hierzu wissen?\nWie können wir als Fachkräfte und Eltern Möglichkeiten der Selbstbestimmung schaffen und die Zielgruppe durch effektive präventive Assistenz- und Einrichtungskonzepte schützen?\nWie kann übergriffigen Situationen in Einrichtungen begegnet und Gewaltprävention betriebenwerden?\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nProgramm Donnerstag\, 16.10.2025\n\n\n\n12:00\n\nAnkommen und Anmeldung\n\n\n13:00\n\nEröffnung der Tagung\n\n\n13:15\n\nKomplex\, aber gar nicht so kompliziert! Wie das Verständnis der sozio-emotionalen Entwicklung die Balance zwischen sexueller Selbstbestimmung und Gewaltschutz fördert\nNicole Diekmann\, Berlin\n\n\n14:00\n\nSexuell selbstbestimmt leben. Ein Plädoyer für Enthinderung\, Bildung und Zutrauen\nProf. Dr. Sven Jennessen\, Berlin\n\n\n14:45\n\nKAFFEEPAUSE\n\n\n15:30\n\nSexualassistenz möglich machen: ordnungsrechtlich\, aufsichtsrechtlich\, leistungsrechtlich\nGregor Beck\, Augsburg\n\n\n16:15\n\nEltern gut begleitet: Unterstützung von Eltern bei der Sexualitätsbegleitung heranwachsender Kinder mit (komplexer) Behinderung\nManuela Schulz\, Potsdam\n\n\n17:00\n\nPAUSE\n\n\n17:15\n\nSelbstbestimmt sinnlich: Einblicke in die Arbeit der AG S Erotik\, Liebe\, Sexualität. Selbstbestimmt der Cooperative Mensch eG\nDorothee Knupfer\, Berlin\n\n\n17:45\n\nPodiumsdiskussion mit geladenen Gästen und dem Publikum\n\n\n18:30\n\nENDE\n\n\n\n\n\nProgramm Freitag\, 17.10.2025\n\n\n\n09:00\n\nKörperlichkeit und Selbstbestimmung – eine Einführung in das LIS-Konzept\nIlona Westphal\, Witten\n\n\n09:30\n\nHandlungssicherheit schaffen: praxisnahe Perspektiven auf  Partizipationsforderungen in der Entwicklung von Gewaltschutzkonzepten\nAndreas Nitsche\, Datteln\n\n\n10:00\n\nKAFFEEPAUSE\n\n\n\n10:30\n\nEntsexualisierung als Teil von Ableismus und Manifestation von Machtstrukturen\nCharlotte Zach\, Hannover\n\n\n11:10\n\nRechtliches Know-how und juristische Grenzen\nKerrin Stumpf LL.M.\, Hamburg\n\n\n11:50\n\nVERABSCHIEDUNG – MITTAGSPAUSE\n\n\n\n13:00\n\nWorkshop 1 (A-E zur Auswahl)\n\n\n14:30\n\nPAUSE\n\n\n15:00\n\nWorkshop 2 (A-E zur Auswahl)\n\n\n16:30\n\nENDE der TAGUNG\n\n\n\n\n\nWorkshops\n\n\n\nA\n\nSexualbegleitung und Sexualassistenz als Chance zu mehr Selbstbestimmung\nPia Hoffmann und Thomas Äffner\, Duisburg\n\n\nB\n\nKörperlichkeit und Selbstbestimmung – Vertiefung und Diskussion zum LIS-Konzept\nIlona Westphal\, Flensburg\n\n\nC\n\nUmgang mit Körperlichkeit\, Scham und Ekel in Pflegesituationen\nDr. Helga Schlichting\, Leipzig\n\n\n\nD\n\nSomatischer Dialog: Berührung und Begegnung in der Basalen Stimulation\nUta Reimers\, Hamburg\n\n\n\n  \nAnmeldeschluss: 10.10.2025 \nFür evtl. Rückfragen wenden Sie sich bitte an:\n \nRebecca Struckmann\nTel. +49 (0)89 / 35 74 81-19\ninfo@stiftung-leben-pur.de
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